
FILME ÜBER
AMALGAM UND QUECKSILBER
DIE AMALGAMFÜLLUNG
IM RÖNTGENBILD

Auf dem Röntgenbild ist deutlich eine Karies (oranger Pfeil) unter einer alten Amalgamfüllung (grüner Pfeil) zu erkennen. Die Amalgamfüllung ist für Röntgen-strahlen nicht durchgängig und erscheint im Bild weiß.
|
► W I S S E N S W E R T E S |
Infos über:Amalgam,
|
Amalgamfüllungen. Die typische Amalgamstraße wie sie häufig im Patientenmund gesehen werden kann.
Die Füllungen im Bild oben erfüllen fast alle Kriterien für eine erhöhte Quecksilberfreisetzung:
viele Füllungen, große Oberflächen, korrodierter Zustand, abgebrochene Kanten.
Unter der Amalgamsanierung versteht man die fachgerechte Entfernung von Amalgamfüllungen aus den Zähnen und deren Ersetzen durch andere unbedenkliche Füllstoffe wie z.B. Composite (auch als Kunststoff bekannt), Keramik oder Gold. Bei durch Quecksilber vorgeschädigten Patienten oder Patienten mit einer höheren Konzentration von Quecksilber im Körper bieten wir die Entfernung von Amalgam mit einem Höchstgrad an Sicherheit für den Patienten an.
|
|
|
Warum überhaupt schützen?
Es ist allgemein bekannt, dass die höchste Quecksilber-Exposition beim Legen und beim Herausbohren der Füllung entsteht. Aus diesem Grund verwenden wir eine Kombination von Maßnahmen, die die Belastung mit Quecksilberdämpfen bei der Entfernung der Amalgamfüllungen erheblich reduziert.
Da beim konventionellen Bohren von Amalgam dieses erhitzt wird und somit giftige Quecksilberdämpfe freigesetzt werden, legen wir sehr viel Wert auf eine fachgerechte und sichere Entfernung der Füllung.
Wir bieten dafür die sogenannte Amalgamsanierung und Amalgamentfernung mit dem Dreifachschutz an.
Die Sicherheit fängt schon beim Bohren und bei der Isolierung der Zähne an.
Kofferdamschutz
CleanUp Kanüle
Spezieller Bohrer |
|
Die Sofortversorgung nach der Entfernung der Amalgamfüllungen.
Als Ersatz für die Amalgamfüllungen können verschiedene Materialien verwendet werden. Die bekanntesten Füllmaterialien sind Keramik, Kunststoff und Gold. Jedoch gibt es auch die Möglichkeit, die Zähne unmittelbar nach der Amalgamentfernung mit Zement provisorisch zu versorgen. Bei dem Zement handelt es sich um einen farbstoff -und eugenolfreien Phosphatzement (z.B. Harvard). Unter der Phosphatzementschicht besteht die Möglichkeit im pulpanahen Bereich einen alkalischen Heilzement einzusetzen. Dieser wirkt auf den freigelegten Dentin beruhigend, verhindert die nach dem Ausbohren entstehenden möglichen Reizschmerz und fördert die Sekundärdentinbildung. Die Zementfüllung kann bis zu mehrere Monate in den Zähnen bleiben. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Füllungen beim Kauen nicht übermäßig belastet werden, sonst nutzen sie sich sehr schnell ab.
|
|
|
Die Amalgamvergiftung, eigentlich eine Quecksilbervergiftung, wurde bis jetzt in der Tat recht häufig diagnostiziert. Dabei handelt es sich bei der Vergiftung durch Plomben aus Amalgam um eine chronische Krankheit, die bei bestimmten Personen zu beobachten ist, wenn überdurschnittliche Mengen an Quecksilber in den menschlichen Körper (vor allem Nervengewebe, Nieren, Darm und Leber) lagern. Diese Vergiftung führt zu unterschiedlichen Beschwerden wie zum Beispiel: bitterer oder metallischer Geschmack im Mund, schlechter Mundgeruch, Kopf -und Nackenschmerzen, Benommenheit, Muskelzittern, allgemein müde Muskeln, Schlappheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Konzentrationsprobleme, Schwindel, Seh -Sensibilitäts -Sprach -Hör und Gehstörungen, Quecksilbersaum (bläulich-violette bis schwarze saumförmige Verfärbung am Zahnfleisch, Mundschleimhaut oder Lippen bei chronischer Quecksilbervergiftung) usw.
Eine Therapie stellt die sogenannte Amalgamsanierung (die Entfernung von Amalgam aus den Zähnen) und Amalgamausleitung (medikamentöse Quecksilberausleitung) mit sogenannten Chelatbildnern dar.
Die Intoxikation ist aber mit der Allergie gegen Quecksilber nicht zu verwechseln. Eine Allergie gegen Amalgam (eigentlich gegen den darin enthaltenen Quecksilber) tritt nicht häufiger auf als gegen andere Metalle wie z.B. Nickel oder Kobalt. Diese manifestiert sich eher mit lokalen Symptomen wie Mund -und Zungenbrennen, Rötung der Mundschleimhäute, Hautausschläge im Mund-Kopf-Bereich. Eine allergische Reaktion auf Amalgam verschwindet in der Regel unmittelbar nach der Entfernung der Amalgamfüllungen.
Die Amalgamtätowierung ist eine blaugraue bis blauschwarze begrenzte Verfärbung der Mundschleimhaut (Zahnfleisch), verursacht entweder durch das versehentliche Belassen von Amalgamresten (meistens in den Zahnzwischenräumen) während der Füllungstherapie oder durch die Verschleppung feiner Teilchen, bzw. Metallpigmente der Amalgamfüllung im Laufe der Zeit in das umliegende Zahnfleischgewebe. Elektrogalvanischer Stromfluss zwischen der Amalgamfüllung und weitere, in der Mundhöhle vorhandenen Metalle (Kronen, Brücken oder Prothesen) kann eine verstärkte Korrosion auslösen, sodass Amalgam aus der Füllung durch den Galvanoeffekt herausgelöst wird und in die benachbarte Schleimhaut abgelagert wird.
Die Amalgamtätowierung ist in der Regel kein Grund zur Besorgnis, es sei denn, diese liegt im sichtbaren Bereich und stört die Optik beim Lachen oder Sprechen.
Allerdings können einige orale Krebserkrankungen (z.B. das maligne Melanom) in ihren frühen Stadien ähnlich einer Amalgamtätowierung aussehen, sodass es wichtig ist, diese Verfärbungen vom Zahnarzt auf Unbedenklichkeit untersuchen zu lassen. Wir empfehlen die Tätowierung regelmäßig kontrollieren zu lassen und plötzliche Veränderungen in der Größe, Struktur oder Farbe dem Zahnarzt sofort mitzuteilen.

Ein weiteres Problem der Amalgamfüllungen ist die sogenannte Infraktion oder Infraktur. Eine Infraktion ist eine unvollständige Fraktur eines Zahnes. Alte Amalgamfüllungen können u. U. in der darunterliegenden Zahnsubstanz Risse verursachen und den Zahn regelrecht sprengen. Diese Risse sind auf das Ausdehnverhalten von Amalgam entweder beim Abbinden oder nach Jahren durch Korrosion im Randspaltbereich zurückzuführen. Die Amalgamfüllungen unterliegen im feuchten Mundraum einer dauerhaften Expansion (Ausdehnung) – das heißt, sie "wachsen" im Zahn.
Die Ausdehnung erfolgt bei stabilen Seitenwänden des Zahnes nur in Richtung der Kaufläche und der Zahnzwischenräume, wird dann durch Kauen abgerieben und aufgenommen. Sind allerdings die Seitenwände des Zahnes geschwächt oder zu dünn oder ist die Füllung zu tief und zu groß, kann es passieren, dass die Amalgamfüllung den Zahn schädigt. Die Haarrisse, die mehr oder weniger tief im Zahn verlaufen, können mäßige bis starke Schmerzen verursachen.
Im besten Fall kann der Zahn noch mit einer neuen Füllung, einem Keramikinlay oder einer Krone versorgt werden. Sehr oft ist allerdings eine Wurzelbehandlung notwendig, um die Schmerzen zu lindern und den Zahn zu retten. Wenn die Risse zu tief sind, kann es allerdings passieren, dass eine konventionelle Behandlung nicht mehr möglich ist und der Zahn entfernt werden muss.
Es ist wichtig, alte und verbrauchte Amalgamfüllungen rechtzeitig und in regelmäßigen Abständen auf Zahninfraktionen zu untersuchen und bei Bedarf die betroffenen Füllungen zu erneuern.
Der Wermutstropfen bei dieser Methode ist der Zeit -und Kostenfaktor. Da diese Schutzmaßnahmen sehr aufwendig und zeitintensiv sind, und von den Krankenkassen als nicht notwendig eingestuft werden, wird dieser Mehraufwand von den Kostenträgern auch nicht übernommen. Somit müssen Sie als Patient die Kosten für diese zusätzlichen Schutzmaßnahmen, falls Sie sie wünschen, selbst tragen.
Der Preis beträgt 20,- Euro pro Quadrant und Sitzung und beinhaltet den Kofferdamschutz, Sauerstoffgabe sowie die Verwendung der speziellen Clean-Up Absaugkanüle.
Falls Sie unmittelbar nach der Amalgamentfernung Füllungen aus Phosphatzement (z.B. Harvard) wünschen, werden diese gesondert berechnet. Der Preis für die Phosphatzement-Füllungen liegt je nach Größe der Füllung und Umfang des Defekts zwischen 26 und 50 Euro.
Möchten Sie unmittelbar nach der Entfernung der Amalgamfüllungen mit Natriumthiosulfat 10 % spülen, bzw. gurgeln? Das ist kein Problem. Gerne stellen wir Ihnen eine geeignete Spülung zur Verfügung. Die Kosten für die Natriumthiosulfat-Lösung müssen Sie allerdings selber tragen.
Beachten Sie bitte auch, dass die Entfernung von intakten Amalgamfüllungen keine Kassenleistung ist.
Falls gewünscht, erstellen wir Ihnen nach einer eingehenden Untersuchung gerne einen Kostenvoranschlag für die geplante Behandlung.
Der quecksilberhaltige Zahnfüllstoff Amalgam wurde um 1830 in den USA zum ersten Mal eingesetzt. Nach unerklärlichen körperlichen Beschwerden wurde das Mittel 1840 verboten. Teilweise stand die Verwendung von Amalgam unter Strafe mit Gefängnis und Ausschluss aus dem Ärzteverband. Aufgrund des guten Preis-Leistungeverhältnis wurde das Material 1855 wieder zugelassen. Später gegen Ende des 19ten Jahrhunderts gelang das Amalgam auch nach Europa.
Die Gefahrenstoffverordnung ( §20 der GefStoffV) stuft Quecksilber als sehr giftig ein. Amalgam wird als hochgiftiger Sondermüll eingestuft.
Zahnarztpraxen sind in Deutschland seit 1990 verpflichtet, teuere Amalgamabscheider einzusetzen, die die Amalgamreste aus dem Wasserkreislauf trennen. Diese Amalgamreste werden von speziellen Entsorgungsfirmen abgeholt und entsorgt. Die Stadtentwässerung prüft regelmäßig die Entsorgungsnachweise für Amalgamreste aus der Zahnarztpraxis.
Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen §151 NWG amalgamhaltiges Abwasser in das öffentliche Kanalisation einleitet begeht eine Ordnungswidrigkeit gem. § 190 Abs. 1 Nr. 14 NWG. Dieses kann mit einem Bußgeld von 50.000,- (Fünfzigtausend) Euro geahndet werden.
Amalgam darf nicht in die öffentliche Kanalisation gelangen (hier drohen Geldstrafen in fünfstelligem Bereich) ist jedoch im Mund der Patienten zugelassen.
Aus natürlichen Quellen gelangen in die Umwelt jährlich 2700 bis 6000 Tonnen elementares Quecksilber durch Abgasung aus der Erd- und Wasseroberfläche. Der Quecksilberbedarf für Amalgamfüllungen liegt in der EU bei zirka 90 Tonnen.
Die skandinavischen Länder sind Vorreiter, was die Anwendung von Amalgam anbetrifft. In Dänemark dürfen ab dem 01.04.2008 keine Amalgamfüllungen mehr gelegt werden. Norwegen hat zu Beginn des Jahres 2008 ein Verbot für Verwendung von quecksilberhaltigen Produkten (das schließt auch den Zahnfüllstoff Amalgam ein) angekündigt. Schweden hat ebenfalls beschlossen, auf Quecksilber verzichten zu wollen.
Der Verkauf quecksilberhaltiger Fieberthermometer ist seit 2007 in den 27 Ländern der Europäischen Union untersagt. Das Europäische Parlament hat eine entsprechende Richtlinie verabschiedet, nach der giftiges Quecksilber in neuen Fieberthermometern und anderen Messinstrumenten wie Zimmerthermometern oder Barometern und Blutdruckmessgeräten nicht mehr verwendet werden darf.
Sollten Sie in den Städten Braunschweig, Göttingen, Verden, Minden, Salzgitter, Wolfsburg, Kassel, Hildesheim, Celle, Peine, Burgwedel, Bielefeld, Sarstedt, Langenhagen, Barsinghausen, Burgdorf, Springe, Bad Münder, Hameln keinen spezialisierten Zahnarzt für eine fachgerechte Amalgamentfernung oder Amalgamsanierung finden, sind wir gerne bereit hier in Hannover Ihnen weiter zu helfen.
Die Bilder zeigen tatsächlich erreichte Behandlungsergebnisse, jedoch sollen die Fotos nicht suggerieren, dass ein solches Ergebnis in jedem Fall erreicht und auch garantiert werden kann.
| Datenschutz | Impressum | Disclaimer | Sitemap | Kontakt |
Datum der letzten Aktualisierung: 12.06.2010