
Genauso wenig, wie die Flugangst im Reisebüro behandelt werden kann, sondern nur im Flugzeug mit dem Piloten unter Betreuung eines speziell ausgebildeten Teams der Luftlinie, genauso wenig kann die Oralophobie durch Psychologen allein effektiv therapiert werden.
Gegen eine vorausgegangene Therapie durch den Psychotherapeuten spricht nichts, das kann den Patienten aufbauen und ihn motivieren, gegen sein Leiden etwas zu unternehmen. Ebenfalls können im Rahmen der Psychotherapie noch eventuell vorhandene Störungen angegangen werden.
Der Patient erlebt nicht selten in seinem Versuch sein Problem zu lösen einen gestressten, ungeduldigen Behandler, der die Angst des Patienten für eine Phantasi hält, und routiniert beginnt, den Kauorgan
zu reparieren.
Ohne die Hintergründe der Störung zu kennen und das Leiden des Patienten ernst zu nehmen, ist ein Scheitern der Therapie vorprogrammiert. Auch ein mühseliger Aufbau durch den Therapeuten kann somit binnen kurzer Zeit zunichte gemacht werden.
Es darf hier nicht außer Acht gelassen werden, dass auch viele Zahnärzte Angst vor Angstpatienten haben. Das stellt mit Sicherheit einen berechtigten Selbstschutz dar, da in dem zahnärztlichen Beruf anders als in anderen Fachrichtungen die ständige Konfrontation mit Schmerz und Angst sehr belastend ist. (© Dr. P. Macher. Deutsches Institut für Psychosomatische Zahnmedizin Psychologie in der Zahnheilkunde und Zahnärztliche Psychotherapie www.oralophobie.de)
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Datum der letzten Aktualisierung: 22.03.2008