Können die Füllungsmaterialien Nebenwirkungen haben?

Durch Abnutzung und chemische Umwandlungsprozesse können alle Füllungsmaterialien im Laufe der Zeit ihre Struktur verändern. Die mechanische Belastung beim Kauen sowie das ständige Feuchtmillieu führen dazu, dass alle Füllungen ständig geringe Mengen ihrer Bestandteile freisetzen. Ob sich daraus Risiken ergeben ist bisher unbekannt. Ebenfalls gibt es z.Zt. auch keine Hinweise darüber ob Schwangere, Kinder oder allergische Personen auf diese Produkte auffälig reagieren können. 

Kunststoffe enthalten eine Vielzahl von chemischen Verbindungen, die freigesetzt werden können. Zum Verbesserung der Haftung von Kunststofffüllungen werden ebenfalls Stoffe (sog. Adhäsiv oder Bonding) verwendet, die kunststoffartige Verbindungen enthalten. In seltenen Fällen wurde eine allergische Reaktion auf einen Bestandteil (BIS-GMA Verbindung) der Kunststoff Füllungen nachgewiesen. 

Amalgamfüllungen geben ständig in geringer Konzentration Quecksilber ab. Allerdings steigt bei Legen und Entfernen der Amalgam die freigegebene Menge erheblich an. Bei fachgerechter Verwendung besteht allerdings keine nachgewiesene Gefahr für die Gesundheit. Aufgrund der freigegebenen Dämpfe wird empfohlen, bei Schwangeren, Nierenkranken und Kindern auf Amalgam zu verzichten. 
Da die modernen Kunststoffe dem Amalgam in Sachen Haltbarkeit ebenbürtig sind, spielt heutzutage das Füllungsmaterial Amalgam eine untergeordnete Rolle. In unserer Praxis erhalten Sie Amalgam nur auf Verlangen.

letzte Änderung: 26.07.2008