Zahnarztangst, Zahnbehandlungsangst

Die allermeisten Menschen können mit der Angst vor dem Zahnarzt gut umgehen. Wirklich schlimm geht es jener Minderheit, die unter einer schweren Zahnarztphobie leidet.

Diese tief verwurzelte Angst ist eine Krankheit, die professionelle Hilfe benötigt.

Die Angst entsteht aus der Überzeugung heraus, eine Situation nicht kontrollieren zu können. In der Regel ist die Ursache dieser Überzeugung eine früher gemachte schlechte bedrohende Erfahrung  oder auch, dass die Erfahrung der Situation an sich von jemand anderem vermittelt wurde (Medien, Bekannte, Verwandte etc.).
Viele ängstliche Menschen betrachten diese Situation unter dem Vorzeichen der Katastrophe und sorgen häufig dafür, dass die Katastrophe auch eintritt.

Überflutende Angst ist mit dem Willen nicht zu kontrollieren. Hier sind z.B. Botschaften wie: Halte durch, Denk an Urlaub, Reiß dich zusammen! ohne Wirkung. Echte Zahnarztangst lähmt und bestimmt die Situation. Sie löst sich nur, wenn Sie als Patient die Möglichkeit haben, die Situation kontrollieren zu können. 

Diese ausgeprägte Symptomatik, die zu jahrzehntelanger (!) Abstinenz vor zahnärztlicher Behandlung führen kann, begründet die Diagnose einer echten Phobie mit allen Auswirkungen (Vermeidungsverhalten, Angstüberflutung, somatische Reaktionen, Beeinträchtigung der Le­bensqualität und der sozialen Kontakte) und ist in der Regel mit ge­sundheitlichen Schäden vor allem im Mundorgan verbunden.

Da es sich in der Regel typischerweise um eine Täter-Opfer Beziehung handelt, ist wie erwähnt, die psychologische Betreuung ("der Psy­chologe im Vorzimmer") alleine nicht erfolgversprechend, jedoch zur Vorbereitung oft durchaus hilfreich.
Es muss also sehr genau zwischen der normalen ,,Angst" (Unbeha­gen, Unbefmdlichkeit, innere Anspannung etc.) unserer meisten Pati­enten und einer echten Phobie unterschieden werden. (© Dr. P. Macher. Deutsches Institut für Psychosomatische Zahnmedizin Psychologie in der Zahnheilkunde und Zahnärztliche Psychotherapie www.oralophobie.de)

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